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Ich will hier einfach nur raus

Oder warum ich gerne spontan in der Natur unterwegs bin

Ich will hier einfach nur raus

Ich will hier einfach nur raus

Ich sitze hier in meinem Büro und schaue aus dem Fenster. Draußen rasen die Autos auf der Schnellstraße vorbei. Der Regen prasselt an die Scheiben. Auf dem Büroflur wird laut diskutiert. Mein Telefon klingelt und auf dem Handy habe ich drei neue Nachrichten. Beim Blick in mein E-Mail-Postfach sehe ich noch 17 unbeantwortete Mails. Auf meinem Monitor kleben drei Postit´s mit der Bitte, irgendjemanden zurückzurufen. Ich merke wie meine „Schmerzgrenze“ langsam ansteigt.

Ich muss hier mal raus

Trotz des kühlen Regenwetters nehme ich mir vor, die wichtigsten Dinge hier im Office noch schnell zu erledigen. Dann steige ich aus, zumindest erst einmal für heute.

Ich fahre heim, packe die wichtigsten Fotoutensilien ein, ziehe meine Outdoor-Schuhe und die Regenjacke an und steige ins Auto.

Ich fahre raus, raus in die Natur. Nach nicht einmal 15 Minuten befinde ich mich im Glück. Das „Glück“ ist ein Wanderparkplatz im Steigerwald. Ich öffne die Tür, es tröpfelt nur noch leicht. Aussteigen, Fotorucksack gesattelt und rein ins Grün. Nach zwei Minuten Fußmarsch befinde ich mich in einem neuen Leben. Meine Sinne schlagen Purzelbäume, sie feiern ein Fest!

Was ich höre, gefällt mir. Ich höre nämlich nichts. Ein paar Tropfen verirren sich durch die Blätter des Waldes. Ich marschiere los. Leise knacken die Äste, Nadeln und Zapfen unter meinen Füßen. Ich bleibe kurz stehen… Ruhe! Keine Hektik, kein Gedränge, keine unwichtigen Floskeln, Bürotalks und stressgeplagte Kollegen. Es fühlt sich gut an!

Unglaublich, es ist keine Stunde seit meinem letzten hektischen Telefonat vergangen und ich tauche in die Stille des Waldes ein. Nun hole ich tief Luft, versuche den Sauerstoff förmlich zu inhalieren.

Inmitten von Natur – Hier ist meine Welt

Komisch, wie intensiv doch alles auf einmal wirkt. Der Duft des Waldes, das Moos, die Blätter. Ich habe das Gefühl, durch die feuchte Luft nehme ich die Gerüche noch intensiver war. Hier draußen gibt die Natur den Takt vor. Ich fahre runter, meine Gedanken kommen inmitten des Waldes zur Ruhe.

Die Umwelt kommuniziert mit mir. Meine Augen werden neugierig, erkennen Farben und Formen. Ich hole meine Kamera aus der Tasche und schieße die ersten Bilder. Auch der Wettergott meint es gut mit mir, die Sonne blinzelt durch die Wolkendecke.

Zwischendurch ertappe ich mich, wie ich im vorbeigehen Farne berühre und die Rinde der Bäume „begreife“. Ich sauge das Hier und Jetzt förmlich in mich auf.

Genau hier ist meine Welt, hier kann ich die Auszeit in vollen Zügen genießen.

Ohne Hast und Eile gehe ich gemütlich den Rundweg ab. Für zwei Stunden bin ich nur an diesem Ort, alleine mit mir und der Natur. „Das ist genau der Grund“, denke ich mir, warum ich gerne Outdoor unterwegs bin. Abschalten und runterfahren, das ist Nervennahrung pur!

Plötzlich schreit ein Habicht, keine 50 m von mir entfernt. Er holt mich zurück in die Realität. Ich suche das Zeichen für den richtigen Weg zurück zum Parkplatz. Ein gelbes Kreuz auf weißem Grund. „Ja genau, hier ist es“, sage ich zu mir. Nach wenigen Minuten bin ich zurück am Auto. Ich hole noch einmal tief Luft, steige ein und fahre mit einer guten Portion Gelassenheit und ein paar Schnappschüssen zurück in die hektische Welt.

Was will ich dir mit meiner Story sagen?

Warum erzähle ich dir das Ganze? Das ist recht einfach und vielleicht geht es dir ja genauso? Es gibt manchmal Tage, da sollte man einfach dem täglichen Stress die blanke Schulter zeigen. Wenn es zu viel wird und du arbeitstechnisch dazu die Möglichkeit hast, selbst nur für ein paar Stunden, dann gehe raus in die Natur. Hole dir deine persönliche Auszeit.

Und ob du eine CAM im Gepäck hast, ist nicht so wichtig. Hauptsache du fährst runter und genießt die Ruhe der Natur. Schätze diese Augenblicke und die Möglichkeit abzuschalten und dem täglichen Hamsterrad für ein paar Augenblicke zu entfliehen.



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