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Tödliche Fotosafari durch Geotagging

Wilderer missbrauchen die sozialen Netzwerke

Tödliche Fotosafari

Tödliche Fotosafari durch Geotagging

In den nächsten Jahrzehnten werden immer mehr Tierarten von der Erde verschwinden. Die Menschheit löscht die Natur in einer ungeheuren Geschwindigkeit von der Bildfläche aus. Schuld hieran ist nicht nur das rasante Wachstum der Bevölkerung mit all ihren Folgeerscheinungen. Auch die Fotoaktivitäten der Besucher in den Nationalparks ist einer der Gründe für die Dezimierung der Wildbestände. Die tödliche Fotosafari ist ein großes Problem, dass viele Tiere zum sprichwörtlichen Freiwild werden lässt.

Tödliche Fotosafari in den sozialen Medien

Ein kurzer Bericht in der letzten Ausgabe des Magazins „Stern“ inspirierte mich zu dem heutigen Beitrag. Darin war zu lesen, dass alleine durch die Fotos von Safari-Teilnehmern in den afrikanischen Reservaten und Nationalparks, sich viele der Tiere dort in großer Gefahr befinden.

Im Grunde wollen die Touristen mit Ihren Smartphone-Fotos nur ihren Kontakten und Followern zeigen, wo sie sich gerade befinden, wenn sie in Postings ihre Fotos teilen. Aber auch Wilderer erlangen mittels der Geodatenveröffentlichung Informationen zu den Positionen der wilden Tiere.

Die Wilderer machen sich die Geodaten zunutze, wenn die Fotofans ihre Bilder in sozialen Medien wie z.B. Flickr und ähnlichen Portalen hochladen. Den Besuchern der Parks ist es teilweise nicht bewusst, dass sie das Tiersterben durch ihr zum Teil auch unbewusstes Geotagging fördern. Wer sich z.B. im Firefox Bilder im Internet ansieht, kann nämlich mittels eines einfachen Plugins „Exif Viewer“ sich die Metadaten und Vorschaubilder von JPEG´s anzeigen lassen.

Wilderer machen sich die Geodaten der Fotos zunutze

Wilderer machen sich die Geodaten der Fotos zunutze

Genaue Verortung durch Geotagging

Durch Geotagging werden den Fotos zusätzliche Infos zum jeweiligen Aufnahmeort hinzugefügt. Die Geodaten werden direkt bei der Aufnahme in die Exif-Dateien mit übernommen. Am häufigsten passiert das bei Smartphones.

Aber auch für DSLR´s gibt es externe GPS-Empfänger, welche die Koordinaten des Aufnahmeortes automatisch in die Bild-Metadaten übertragen. Das Markieren von bestimmten Orten, ob automatisiert oder von Hand, lässt aber auch viele Fotos-Geheimtipps und unentdeckte Locations zu überlaufenen Touristen-Hotspots werden.

Bewusster und nachhaltiger Umgang mit der Umwelt

Übrigens, ein globaler Bericht zur Artenvielfalt der Vereinten Nationen zeigt auf, dass von den geschätzt acht Millionen Tier- und Pflanzenarten derzeit rund eine Million vom Aussterben bedroht sind. Bei der Umwelt stehen die Zeichen auf Rot.

Von daher ein kleiner Tipp von mir. Lasst uns vertrauensvoll mit unserer Natur umgehen. Es „brennt“ derzeit an allen Ecken und Enden. Leider haben viele die Verschmutzung unserer Umwelt immer noch nicht auf dem Schirm. Mit fatalen Folgen für uns alle.

Image Credit / Bildquelle: pexels.com / Renato Conti, Shukhrat Umarov
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