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Beim Fotografieren ist alles eine Frage der richtigen Perspektive

Sei kein Frosch, fotografiere aber aus dessen Perspektive

Perspektive

Beim Fotografieren ist alles eine Frage der richtigen Perspektive

Die Wahl der richtigen Perspektive sorgt dafür, dass dein Foto entsprechend zur Geltung kommt. Viele Fotografen – nicht nur Anfänger – sind dazu verleitet aus der Augenhöhe zu fotografieren. Es ist praktisch, deshalb wird es auch so praktiziert. Aber oft lohnt es sich wirklich, die Perspektive beim Knipsen zu verändern.

Ein Perspektivwechsel lässt atemberaubende Bildeffekte entstehen

Wer auf seinem Bild einen räumlichen Ausdruck entstehen lassen will, der muss seinen Standort wechseln. Der Künstler und Architekt Filippo Brunelleschi, einer der führenden italienischen Bildhauer der Frührenaissance, und Entdecker der Perspektive, hat es uns einst vorgemacht und zeigte auf, dass schnelle Fotos nicht alles sind. Den Auslöser drücken und fertig – das ist häufig zu wenig.

Nur zu – Ändere deinen Aufnahmestandort

Ein hochwertiges Foto-Equipment ist in der Regel nicht nötig, um sich kreativ beim Fotografieren zu zeigen. Ein aufregendes Resultat ist dann gegeben, wenn eine zwei- oder dreidimensionale Darstellung vorliegt.

Was ist die Perspektive? Es ist das Abstandsverhältnis vom Fotomotiv zum Aufnahmestandort des Betrachters.

Damit kann die Größe auf dem Bild beeinflusst werden. Die richtige Perspektive ist damit eng mit dem Aufnahmestandort des Fotografen bzw. seiner Kamera verbunden. Weder die Brennweite noch das Kameraobjektiv kann für den Fotografen die Perspektive ändern. Klar – kannst du den Bildausschnitt im Nachhinein über die Bildbearbeitungssoftware verändern. Aber ein geschulter Blick wird umgehend darauf aufmerksam.

Die Zentral – oder Normalperspektive

Wird auf Augenhöhe fotografiert, ist die Rede von der Zentral – oder Normalperspektive. In der Regel entsteht ein Großteil der Fotos so. Finger auf den Auslöser und fertig! Es ist die einfachste Art die eigene Sicht auf das Fotomotiv näherzubringen. Wer ein solches Bild zu sehen bekommt, kann die Welt aus der Sicht des Fotografen gut wahrnehmen. Gerade bei der Architektur- oder Landschaftsfotografie bietet sich die Zentral – oder Normalperspektive an. Wen du Fassaden verzerrungsfrei abbilden möchtest, dann bist du mit dieser Art des Fotografierens immer gut bedient. Wichtig ist bei dieser Perspektive, dass die Kamera immer gerade ausgerichtet ist.

Wer seine Kinder oder seine Haustiere fotografieren möchte, sollte das auch immer auf Augenhöhe tun, um eine gute Darstellung zu erreichen.

Normalperspektive

Zentral- und Normalperspektive bei der Street- bzw. Architekturfotografie

Die Vogelperspektive

Oberhalb des Fotomotivs ist der Aufnahmepunkt angesetzt. Wie der Name bereits verrät – aus der Perspektive eines fliegenden Vogels – wird fotografiert. Der hohe Aufnahmestandpunkt sorgt dafür, dass die Motive kleiner und überschaubarer wirken. Wenn möglichst viel auf das Foto passen sollte, dann wählst du die Vogelperspektive. Gerade bei Städte- und Landschaftsaufnahmen bietet sich diese Art des Fotografierens an.

Leipzig von oben

Leipzig aus der Vogelperspektive

Die Froschperspektive

Unterhalb des Fotomotivs ist der Aufnahmepunkt angesetzt. Wer die Froschperspektive einnimmt, für den wird es meist etwas ungemütlich. Der Blick des Fotografen ist dabei immer nach oben gerichtet. Das Fotomotiv wirkt auf einmal riesig im Vergleich zur Zentral – oder Normalperspektive. Die erhabene Ausstrahlung des Fotomotivs kommt dabei effektvoll zur Geltung. Die tiefe Position der Aufnahme schenkt einen gigantischen Effekt. Bodennahe Aufnahmen von Blumen profitieren von der Froschperspektive.

Herbstlaub

Sei kein Frosch, fotografiere aber aus seiner Perspektive

Die Kreativperspektive

Die perspektivische Verzerrung wird dafür genutzt. Somit erreichst du, dass Motive größer oder kleiner erscheinen. Aber auch mit der Nähe und der Entfernung kannst du bei der Kreativperspektive spielen. Jeder kennt solche Fotos, wenn die Abendsonne am Strand zum Ball wird und in die Hände passt. Die optische Täuschung kommt dabei zum Einsatz. Alles was ein Fotograf für ein solches Bild benötigt, ist ein nahes und entferntes Motiv. Bei der Kreativperspektive kommt – wie es der Name bereits verrät – die Kreativität besonders gut zur Geltung.

Kreativperspektive

Häufig muss die Sonne für die Kreativ-Perspektive herhalten

Die richtigen Perspektiven finden beim Fotografieren

Wenn du möchtest, dass du die Bildwirkung deiner Fotos verbesserst, dann solltest du die richtige Perspektive beim Fotografieren einnehmen. Das Motiv muss nicht immer nur von seiner Schokoladenseite aus fotografiert werden. Viel wichtiger ist es, dass du das Motiv von allen Seiten betrachtest. Wenn du Spannung in deine Bilder bringen willst, dann arbeite mit einem Schwenkdisplay. Du kannst die Cam ruhig auch einmal auf den Boden legen und hast anhand des schwenkbaren Displays immer noch die Kontrolle über dein Motiv. So steigt die Begeisterung beim Fotografieren und vielversprechende Aufnahmen können entstehen.

 

Hast du dir auch schon einmal den Beitrag „So vermeidest du Fehler beim Fotografieren“ angeschaut?



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