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In 10 Sekunden zu Deinem eigenen Mondfoto

Hol Dir den Mann im Mond auf Deine Speicherkarte

Eigenes Mondfoto

In 10 Sekunden zu Deinem eigenen Mondfoto

Klingt Dir die Headline zu reißerisch, „In 10 Sekunden zum eigenen Mondfoto“? Denkst Du, das ist zeitlich nicht zu schaffen? Doch, die Dauer für ein Mondfoto ist am Ende nur abhängig von Deiner Belichtungszeit und ein paar Grundeinstellungen. Und die liegt bei mir sogar bei knapp nur 2 Sekunden.

Hier will ich Dir ein paar kurze, knackige und vor allem praktikable Tipps und Kniffe an die Hand geben, wie Du das mit dem eigenen Mondfoto auch schaffst.

Mein Mondfoto
Mein Mondfoto

ToDo-Liste für Dein Mondfoto

Logisch, die Qualität deines Endproduktes ist abhängig von deiner Ausrüstung. Fotografierst Du den Mond ohne Stativ, wird es schon alleine wegen der Belichtungszeit und dem Zoom schwierig. Das Bild verwackelt. Hat Deine CAM einen Live-View-Modus bzw. Spiegelvorauslösung, minimierst du Verwackelungen beim Auslösen. Hast Du ein Objektiv jenseits von 200 mm, wird der Mond am Ende um Einiges größer, als wenn Du ihn nur mit einem Standardobjektiv abschießt.

Was benötigst Du also für ein gutes Mondfoto?

  1. Natürlich eine Digicam
  2. Zoom-Objektiv, gut sind 200er Brennweiten, alles darüber perfekt!
  3. Stativ
  4. Sternenklare Nacht, natürlich ohne Wolken!
  5. Taschenlampe für die Bedienung Deiner CAM im Dunklen
  6. Bildbearbeitungsprogramm, gut Photoshop (PS), besser Lightroom (LR), für den Anfang genügt auch ein einfaches Bildbearbeitungstool!

Jetzt raus in die Natur!

Suche Dir eine Stelle in der Natur mit möglichst wenig Lichtverschmutzung. Diese Karte wird Dir dabei helfen. Natürlich sollte der Mond zu sehen sein, entweder als Sichel oder als Vollmond. Eine gute Übersicht über das Wetter, Bewölkung und Vorhersagen findest Du unter https://www.meteoblue.com/

Vielleicht hast Du ja Glück und der Mond steht bei Dir direkt vor Deinem Fenster. Solange Dir keine Straßenlaterne mitten ins Bild scheint, versuche es am besten gleich von hier aus.

Spezielle Motive im Bild, wie eine Kirchturmspitze oder ein markantes Gebäude erweitern Dein Mondfoto und sorgen für einen zusätzlichen Wow-Effekt.

Die Kamera-Einstellungen für Dein Mondfoto

Hier nun die Einstellungen, die Du an Deiner DSLR vornehmen solltest, damit Dir Dein erstes Mondfoto in 10+Sekunden gelingt:

Den Mond fotografieren
  • Kamera auf dem Stativ befestigen
  • Im Kameramenü die maximale Pixelauflösung auswählen
  • Spiegelvorauslösung aus > Live-Modus ein
  • Bildstabilisator aus
  • Selbstauslöser auf 2 Sekunden
  • M-Modus anwählen
  • ISO 100
  • Blende 5.6
  • Belichtungszeit: 1/125
  • Mond mittels Live-View am LCD-Bildschirm der Kamera vergrößern
  • Manuelle Scharfstellung über das Objektiv

Mein Tipp: Am „einfachsten“ gelingt Dir ein passables Mondfoto natürlich mit einer guten Digicam, die über einen Live-View-Modus verfügt. Mond anvisieren, dann Bild mit der Lupenfunktion auf dem Kamera-Monitor vergrößern und anschließend manuell über das Objektiv scharf stellen. So geht der CAM kein Detail des Mondes verloren. Etwas „spielen“ kannst Du mit dem ISO-Wert, der Blende und der Belichtungszeit. Alles am besten über den Live-View. So kannst Du perfekt sehen, wie sich die Änderungen auf das Mondbild auswirken.

Nachbearbeitung des eigenen Mondfotos

Damit Du Deinen abgeschossenes Mondbild noch weiter optimieren kannst, hast Du ja zu Beginn die höchste Bildauflösung gewählt. Somit kannst Du nämlich den Mond weiter vergrößern und so erst die Krater und Berglandschaften auf der Mondoberfläche sichtbar machen.

Was musst Du also machen? Am einfachsten ist es, Dein Bild in Photoshop oder einem ähnlichen Bildbearbeitungsprogramm zu laden, und es soweit beschneiden, bis der Mond eine formatfüllende Größe erreicht hat.

Je mehr freie Fläche durch die große Bildauflösung hast, umso mehr kannst Du den Mond auf eine ordentliche Größe zurecht schneiden.

Das Mondfoto nachbearbeiten

Damit Dein „Mann im Mond“ noch besser zur Geltung kommt, nehme Dein Bildbearbeitungstool und versuche durch mehr Sättigung bzw. Kontrast, sowie Schärfe, die Konturen des Mondes hervorzuheben.

In Lightroom, einem Bildbearbeitungstool von Adobe, ist das recht schick gelöst. Durch die Regler „Dunst entfernen„, „Klarheit„, „Dynamik“ und „Sättigung“ holt man noch viele Details aus dem Bild. Am Ende noch etwas Nachschärfen und fertig ist Dein erstes eigenes Mondfoto.

Fazit

Im Grunde ist es also gar nicht so schwer, ein einigermaßen passables Mondfoto hinzubekommen, oder? Wenn Du die „Doings“ ein paar Mal ausprobiert hast, dürfte es für Dich kein Problem sein, innerhalb von zehn Sekunden Dein nächstes Mondfoto abzuschießen. Also probiere es ruhig ein paar Mal aus. Du wirst sehen, mit der Zeit gelingt auch Dir Dein perfektes eigenes Mondfoto!

 

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Mit Leib und Seele bin ich Outdooraktivist, Fotodesigner und Storyteller, der mit seinen Aufnahmen Emotionen einfangen möchte. Unterwegs mit DSLR und/oder Handy, shoote ich Fotos aus der Natur, Landschaften, Gebäude, eigentlich alles, was mir ins Auge (ge)fällt. Meine Devise: „Keep calm and take photos“, oder „Shoot, sleep, repeat“.

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