Über den Dächern von Berlin

Über den Dächern Berlins

Det is die Berliner Luft, Luft, Luft,...

Das erste Mal in Berlin waren wir zum Jahreswechsel 1999/2000. Ich drängte mich damals mit mehr als 1 Million Partyfans auf der Straße „Unter den Linden“, gefolgt vom obligatorischen Geschubse durch das „Brandenburger Tor“. Bei -10 °C war es damals bitterkalt und völlig überfüllt. Jetzt, rund 20 Jahre später, verschlug es mich wieder zu einer Fototour an die Spree. Diesmal aber bei angenehmen 20 °C und wegen Corona mit weitaus weniger dicht gedrängten Menschenmassen. Es sollte ein langes Wochenende werden. Ich wollte mit meiner Frau auf Entdeckungstour zu den typischen Touri-Ecken in Berlin gehen. All´ das sehen und erleben, was wir vor 20 Jahren frierend und im dunklen nur erahnen konnten. Und nach Möglichkeit über den Dächern Berlins die Stadt erkunden.

Über den Dächern Berlins

Es hat sich viel verändert seit dieser Zeit. Nicht nur, dass Corona uns die Maskenpflicht mit auf den Weg gab. Für mich persönlich recht nervig, denn überall kommt man nur mit Maske rein. Aber solange es etwas bringt und hilft… Mittlerweile wurde auch das Sony-Center fertiggestellt. Der Potsdamer Platz, damals noch eine Baustelle, ist jetzt eine einzig große Shopping Mall. Rechts und links entlang der Potsdamer Straße haben sich hohe Büroetagen etabliert. An den 3 1/2 Tagen in der Bundeshauptstadt haben wir viel gesehen. Persönlich hat mich die Geschichtsführung im Bundestag am Meisten beeindruckt. In Kleingruppen zu sechs Personen ist die Führung schon fast familiär. Achtung, die Tour unbedingt rechtzeitig online buchen!

Viele Sehenswürdigkeiten in Berlin

Aber auch die vielen historischen Baudenkmäler, die Berlin zu bieten hat, macht Berlin zu einer der sehenswertesten Städte in Europa. Ganz klar zu nennen ist hier das Wahrzeichen von Berlin, das „Brandenburger Tor“. Besonders in Erinnerung behalten habe ich das „neue“ Stadtschloss, welches auf dem abgerissenen „Palast der Republik“ in den letzten Jahren wieder neu aufgebaut wurde. Außen Barockstil, innen Betonbau, eine tolle Kombi, muss ich schon sagen! Aber auch die moderneren Bauten, wie z.B. der größte Bahnhof Deutschlands im Stadtteil Moabit, oder das Regierungsviertel mitsamt den unterschiedlichsten Botschaftsvertretungen, machen Berlin zu einer absolut kurzweiligen und interessanten Besucherstadt.

Auf Augenhöhe mit dem langen Lulatsch

Ein besonderes Highlight war für mich der Besuch des Kollhof-Towers am Panoramapunkt Berlin. Eigentlich wollten wir ja auf den Funkturm, den „langen Lulatsch“. Aber bereits zu Hause wurde mir beim Onlinebuchen bei einem Fahrpreis von 23 Euro pro Person für eine 3/4-Stunde Verweildauer etwas flau. Hier kam uns der Panoramapunkt am Potsdamer Platz 1, unweit unseres Hotels, recht gelegen. Für die Auffahrt im schnellsten Aufzug Europas (90 m in wenigen Sekunden) hat man in der 24. und 25. Etage einen beeindrucken Panoramablick über ganz Berlin. Kostenpunkt, pro Person nur 7,50 Euro. Man befindet sich quasi fast auf Augenhöhe mit dem langen Lulatsch am Alexanderplatz. Dieser ist zwar mit einer Aussichtsplattform auf 200 m um 100 m höher als der Kollhof-Tower, doch uns reichte die Aussicht vom Potsdamer Platz aus völlig. Man befindet sich sprichwörtlich über den Dächern Berlins.

Mein Tipp für Berlinbesucher

Echt dufte fand ich die dreistündige Fahrradtour zu den bekanntesten Ecken in Berlin. Hier geht man auf Tuchfühlung mit der Geschichte und erhält hautnah Hintergrundwissen über Berlin. Unser Radführer, ein junger Geschichtsstudent, hatte ein kompetentes Fachwissen und so „erfuhren“ wir Details, die man in vielen Touristenhandbüchern nicht erhält. Wer gut zu Fuß ist, sollte Berlin aber auch einmal entlang der Spree erkunden. Fast durch die ganze Stadt kann man entlang des Stadtflusses flanieren und bekommt dabei viel zu sehen. Auf unserem Weg dort entlang, habe ich öfter die Kamera gezückt und den einen oder anderen Schnappschuss auf die Speicherkarte gebannt.

#Nofilter

Als Hardware für die Fototour durch Berlin hatte ich meine alte Canon 400D im Gepäck. Darauf ein Standartobjektiv 18-55 mm. Zusätzlich sind viele Bilder mit einem Samsung S7-Handy entstanden. Einige Bilder wurden in der Nachbearbeitung nur gerade gerichtet, von der Helligkeit her angepasst, skaliert und beschnitten. Keine weitere Bildbearbeitung und #Nofilter!

Kennst Du eigentlich schon meine Fototipps für Städtetrips?

 

Fazit: Also ich werde Berlin in ein paar Jahren wieder einen Besuch abstatten. In der Hoffnung natürlich, das Corona dann endlich nicht mehr zu unserem Alltag gehört. Die Anreise überlege ich mir dann via öffentlicher Verkehrsmittel. Der Hotelparkplatz kostet uns nämlich für drei Tage rund 70 Euro plus etwa 90 Euro Sprit für die An- und Abreise, was sicherlich einer Hinfahrt für zwei Personen in der 2. Klasse entsprechen dürfte.

Info
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Location

Berlin / Deutschland

Kamera

Canon EOS 400D / Samsung S7

Highlights

Bundestag / Kollhof-Tower / Fahrradtour / Bahnhof

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