Besuch im Tiergarten Nürnberg

Tiergarten Zoo Nürnberg

Besuch im Tiergarten Nürnberg

Besuch im Tiergarten Nürnberg

Wer geht schon an einem Ostersonntag in den Nürnberger Tiergarten? Genau zu einer Zeit, wenn jeder in den Tiergarten geht. Bei Sonnenschein und Temperaturen um die 20°C? Nein, auf gar keinen Fall, da bringt mich keiner hin. Da wir in unserer Familie aber Frühaufsteher sind, gab ich dem Wunsch meiner Family nach und ehe ich mich versah, saßen wir gegen 7.30 Uhr im Auto in Richtung Nürnberger Tiergarten.

Mit an Bord, eine gute Marschverpflegung, viel zu trinken und natürlich meine kleine Fotoausrüstung, in Form der CANON 80D und dem Tele CANON EF 70-300 mm. Denn je weiter weg das Getier umso größer das nötige Tele dafür… 😉

Ostersonntag in den Zoo? Daumen hoch, aber nur bis 12!

Wir kamen gegen 8.45 Uhr am rund 65 Hektar großen Landschaftszoo der Metropolregion Nürnberg an und ergatterten einen Parkplätze unmittelbar am Eingang. So nah dran konnte ich während meiner letzten zehn Besuche nicht parken. Keine Schlange oder Anstehen am Eingang. Die Luft war noch recht frisch und klar und los ging´s auf eine Runde durch den Zoo.

Gefühlt waren zwei Drittel der Zoobewohner aufgewacht, turnten, kletterten oder fraßen sich durch ihre Anlagen. Wie immer lagen Löwe und Tiger wie Faulpelze in ihren Außengehegen. Selten, dass man die formatfüllend vor die Linse bekommt. Wer sich bei den Raubtieren im Außengehege auf die Lauer legen will, dem rate ich zu einem Stativ. Auf die Dauer wird die DSLR immer auf ein Ziel gerichtet doch recht schwer.

Zeit ist der entscheidende Faktor

Wer in den Zoo geht und ein paar Fotos schießen will, muss viel Zeit mitbringen. Die Tiere warten weder auf den Fotografen, noch darauf, von ihm abgelichtet zu werden. Von daher ist die Zeit ein entscheidender Faktor, Zeit und Geduld!
Besonders beeindruckt hat mich der junge Lux, der vorsichtig durch sein Revier streifte. Bis er wie aus dem Nichts auftauchte, verging knapp eine viertel Stunde. Nach drei Minuten war es dann auch schon wieder vorbei. Das scheue Tier verzog sich außer Reichweite unter eine Baumwurzel. Fotograf, Pech gehabt!

Putzig sind auch die vielen Erdmännchen. Von deren Sozialverhalten könnten sich manche eine Scheibe abschneiden, wirklich beeindruckend. Eines von ihnen musste sich extrem in Pose werfen, zu sehen rechts in den Bildern.

Jeden ans Herz legen möchte ich die Lagune. Delfine beobachten, bei ihren Sprüngen und artistischen Einlagen zusehen, einfach wunderbar. Dann noch schnell einen Abstecher zu den friedlichen Riesen. in das Manatihaus, Schmetterlinge abschießen, natürlich nur fototechnisch. Leider waren die schönen, großen Blauen nicht (mehr) da. Diese hätte ich besonders gerne abgelichtet. Umso lustiger dafür waren die Äffchen, die sich durch die Lüfte schwangen.

Die Besucher sind aufgewacht und kommen in Strömen

Spürbar voller wurde es dann mit zunehmenden Temperaturen. Gegen halb Zwölf waren es gefühlte 24° C. Wir nahmen uns vor noch beim Nashorn, den Robben, im Wüstenhaus und bei den Alpakas vorbei zu schauen. Um 14.00 Uhr war dann auch bei uns Schluss. Der Lärmpegel und die Besucherströme waren auf das übliche Tiergartennormalmaß angewachsen.

Noch schnell ein paar Fotos von den Flamingos und dann ab nach Hause. Wie die es schaffen, nur auf einem Bein eine gefühlte Ewigkeit den Kopf in das Federkleid zu stecken und vor sich hinzudösen, bewundernswert.

Mein Tipp für den Zoobesuch

Auch zu Ferienzeiten und bei schönem Wetter kann ein früher Besuch im Tiergarten recht entspannt ablaufen. Rechtzeitig hin, dann sind die meisten Tiere schon wach, noch frisch und man hat für ein paar Stunden Ruhe und freie Sicht zum Fotografieren. „Der frühe Vogel, …“, man kennt den Spruch!

Denkt man bei Zoobesuchen mit der Kamera vorzugsweise an große Entfernungen, sollte man dennoch ein kleines Objektiv unbedingt griffbereit haben. Vor allem dann, wenn einem ein Gecko durch die Füße läuft, wäre ein 18-55er sicherlich die bessere Wahl gewesen.

Wann der Tiergarten Nürnberg öffnet, zu welchen Zeiten die Tier gefüttert werden uvm., erfährt man am Besten auf der Zoo-Homepage.

Tiergarten Zoo Nürnberg

Mit Leib und Seele bin ich Outdooraktivist, Fotodesigner und Storyteller, der mit seinen Aufnahmen Emotionen einfangen möchte. Unterwegs mit DSLR und/oder Handy, shoote ich Fotos aus der Natur, Landschaften, Gebäude, eigentlich alles, was mir ins Auge (ge)fällt. Meine Devise: „Keep calm and take photos“, oder „Shoot, sleep, repeat“.